Ladezeit-Rechner: Akku & Powerbank berechnen

Berechne Ladezeit, Laufzeit und Kapazität für Akkus. Der Rechner arbeitet mit Wattstunden, Ladeleistung, Start- und Ziel-Ladestand sowie Ladeverlusten.

Ladezeit, Laufzeit und Akkukapazität realistisch berechnen

Der Ladezeit-Rechner hilft dir bei Smartphone, Laptop, Powerbank, Werkzeugakku, E-Bike oder USB-C-Netzteil. Er rechnet mit Wattstunden, Ladeleistung, Ladestand und Verlusten, damit du nicht nur eine Idealformel, sondern eine brauchbare Orientierung für reale Akkus bekommst.

Die wichtigste Grundlage ist die Energie im Akku: Wattstunden (Wh) beschreiben die tatsächlich gespeicherte Energiemenge. mAh-Werte sind nur zusammen mit der Spannung vergleichbar. Deshalb rechnet der Rechner mAh bei Bedarf zuerst in Wh um.

In der Praxis lädt ein Akku selten konstant. Vor allem oberhalb von etwa 80 Prozent reduziert die Ladeelektronik häufig die Leistung. Der Rechner arbeitet deshalb mit einem einstellbaren Ladeverlust und einer mittleren Ladeleistung.

  • Ladezeit abschätzen: Start- und Ziel-Ladestand zeigen, wie viel Energie wirklich nachgeladen wird.
  • Ladeleistung einordnen: Du siehst, ob 5 W, 20 W, 65 W oder USB-C Power Delivery für deinen Akku plausibel sind.
  • Laufzeit planen: Wh und Verbrauch in Watt ergeben eine nachvollziehbare Laufzeit-Schätzung.

Rechnerbeschreibung

Der Ladezeit-Rechner schätzt Ladezeit, Laufzeit und Kapazität für Akkus. Er nutzt Wattstunden, Ladeleistung, Start- und Ziel-Ladestand sowie Ladeverluste und kann mAh über die Spannung in Wh umrechnen.

Formel für Ladezeit, Laufzeit und Akkukapazität

Für Ladezeit und Laufzeit ist die gespeicherte Energie in Wh entscheidend. mAh-Werte werden deshalb zuerst mit der Spannung in Wh umgerechnet.

Ladezeit

Formel für Ladezeit: Zeit = Wh x Ladeanteil x (1 + Ladeverlust / 100) / Ladeleistung in W

Konkrete Beispielrechnung Ladezeit

50 Wh Akku von 20% auf 80%: 30 Wh nachladen. Mit 20 W und 10% Verlust: 30 x 1,10 / 20 = 1,65 Stunden.

Für 20 bis 80% werden 60% der Kapazität nachgeladen.

Laufzeit

Formel für Laufzeit: Laufzeit = Wh / Verbrauch in W

Konkrete Beispielrechnung Laufzeit

Ein 50-Wh-Akku versorgt ein Gerät mit 10 W rechnerisch etwa 5 Stunden.

Bei schwankendem Verbrauch zählt der Durchschnitt.

mAh in Wh

Formel für Kapazität: Wh = mAh x V / 1000

Konkrete Beispielrechnung Kapazität

10.000 mAh bei 3,7 V ergeben 10.000 x 3,7 / 1000 = 37 Wh.

Ohne Spannung sind mAh-Werte nicht sauber vergleichbar.

  • Akkukapazität: Wh beschreibt die gespeicherte Energie und ist für Ladezeit und Laufzeit besser vergleichbar als mAh allein.
  • Ladeleistung: Die Wattzahl des Ladegeräts ist nur dann erreichbar, wenn Gerät, Kabel und Ladeprotokoll sie unterstützen.
  • Ladestand: Für 20 bis 80% wird nur ein Teil des Akkus geladen; das obere Ladeende dauert oft länger.
  • Verluste: Netzteil, Elektronik, Kabel und Wärme sorgen dafür, dass mehr Energie benötigt wird als im Akku landet.

Berechnungsgrundlage & Transparenz

Genauigkeit Mathematisch exakt anhand der eingegebenen Werte; reale Abweichungen entstehen vor allem durch schwankende Ladeleistung, Ladeprofil, Temperatur, Alterung und Energieverluste.

Haftungsausschluss Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Orientierung für Ladezeit, Laufzeit und Kapazität. Herstellerangaben, Sicherheitsvorgaben und geeignete Ladegeräte sollten zusätzlich geprüft werden.

Formel & Logik

Der Ladezeit-Rechner berechnet die nachzuladende Energie aus Akkukapazität in Wh und dem Unterschied zwischen Start- und Ziel-Ladestand. Danach werden Ladeverluste addiert und das Ergebnis durch die Ladeleistung in Watt geteilt. Laufzeit wird als Wh geteilt durch Verbrauch in Watt berechnet; mAh werden über die Spannung in Wh umgerechnet.

Getroffene Annahmen

  • Die eingegebene Ladeleistung beschreibt die mittlere Leistung während des betrachteten Ladebereichs.
  • Die Akkukapazität in Wh entspricht dem nutzbaren bzw. angegebenen Energieinhalt.
  • Der gewählte Ladeverlust deckt typische Verluste durch Netzteil, Elektronik, Kabel und Wärme ab.

Bekannte Einschränkungen

  • Der Rechner bildet keine detaillierte CC/CV-Ladekurve ab und vereinfacht das Ladeende.
  • Temperatur, Akkualter, Schnellladeprotokoll, Kabel, Firmware und parallele Nutzung können reale Zeiten deutlich verändern.
  • Sicherheitskritische Batterieprojekte, Eigenbau-Akkus oder Hochvolt-Systeme benötigen fachliche Prüfung.

Typische Ladezeiten in der Praxis

Smartphone

18 Wh Akku, 20 W Ladegerät, 10% Verlust

Eingaben: 18 Wh, 20 W, 10% Verlust

Rechnung: 18 x 1,10 / 20

ca. 1 Stunde für 0 bis 100%

Der Bereich 20 bis 80% ist meist schneller als das letzte Ladeende.

Laptop

60 Wh Akku, 65 W USB-C-Netzteil

Eingaben: 60 Wh und 65 W

Rechnung: 60 / 65

ca. 1 Stunde rechnerisch

In der Praxis reduziert der Laptop bei Wärme oder paralleler Nutzung oft die Ladeleistung.

E-Bike

500 Wh Akku, 4 A Ladegerät bei 36 V

Eingaben: 500 Wh und ca. 144 W Ladeleistung

Rechnung: 500 / 144

ca. 3,8 Stunden plus Ladeende

E-Bike-Ladezeiten liegen real häufig über der Idealrechnung.

Powerbank

37 Wh Energie, 18 W Eingang, 15% Verlust

Eingaben: 37 Wh, 18 W, 15% Verlust

Rechnung: 37 x 1,15 / 18

ca. 2,4 Stunden

USB-Protokoll, Kabelqualität und Wärmeverluste können die Ladezeit verlängern.

Ladegerät und Powerbank richtig einordnen

Mehr Watt verkürzt die Ladezeit nur, wenn Akku, Gerät, Kabel und Ladeprotokoll diese Leistung wirklich unterstützen.

Für Smartphones und Powerbanks ist der Vergleich in Wh aussagekräftiger als mAh allein, weil Spannung und Ladeverluste eine Rolle spielen.

Ein stärkeres Netzteil ist meist unproblematisch, wenn es den richtigen Standard nutzt; das Gerät begrenzt die tatsächlich aufgenommene Leistung.

Typische Fehler

  • mAh-Werte verschiedener Geräte ohne Spannung vergleichen.
  • Die maximale Wattzahl des Netzteils mit der dauerhaft anliegenden Ladeleistung gleichsetzen.
  • Ladeverluste durch Netzteil, Kabel, Elektronik und Wärme ignorieren.
  • Von einer konstant linearen Ladegeschwindigkeit bis 100% ausgehen.
  • Schnellladeprotokoll, Kabelqualität und Geräteeinstellungen nicht berücksichtigen.

Typische Akku-Werte im Überblick

Diese Richtwerte helfen, mAh, Wh und typische Einsatzbereiche grob einzuordnen.

GerätetypTypische SpannungTypische KapazitätEinsatzzweck
Smartphone3,7 V - 3,8 V3.000 - 5.000 mAhTäglicher Begleiter
Powerbank3,7 V10.000 - 26.800 mAhMobiles Laden
E-Bike36 V - 48 V400 - 750 WhElektromobilität
Laptop11,1 V - 15,2 V40 - 100 WhMobiles Arbeiten

Herstellerangaben, Alterung, Temperatur und Ladeprofil können reale Ladezeiten deutlich verändern.

Ladegeräte und Leistungen

Typische Ladeleistungen unterscheiden sich je nach Standard und Gerät.

LadestandardLeistung (Watt)Typische Geräte
Standard-USB5 WAlte Smartphones, Kopfhörer
USB-C Fast Charge18 W - 30 WModerne Smartphones, Tablets
USB-C PD65 W - 140 WLaptops, große Powerbanks
Wireless Qi5 W - 15 WSmartphones (kabellos)

Ladegeräte-Vergleich

Beispiel für einen 60-Wh-Akku inklusive 15% Ladeverlust.

LadegerätLeistungGeschätzte Ladezeit (inkl. 15% Verlust)
Standard-USB5 W14 h 7 min
USB-C-Schnellladen20 W3 h 32 min
Laptop-Netzteil65 W1 h 5 min

Häufige Fragen zu Ladezeit und Akkukapazität

Wie berechne ich die Ladezeit eines Akkus?

Du berechnest zuerst die nachzuladende Energie in Wh. Dann teilst du diese Energie durch die Ladeleistung in Watt und addierst Ladeverluste. Beispiel: 50 Wh Akku von 20% auf 80% bedeutet 30 Wh nachladen. Bei 20 W Ladeleistung und 10% Verlust ergibt das 30 x 1,10 / 20 = 1,65 Stunden.

Warum dauert das Laden ab 80% oft deutlich länger?

Viele Lithium-Ionen-Akkus laden nicht bis 100% mit voller Leistung. Im oberen Ladebereich reduziert die Ladeelektronik den Strom, um Akku, Temperatur und Sicherheit zu schützen. Deshalb ist 20 bis 80% oft deutlich schneller als 80 bis 100%.

Was ist besser für Akkus: mAh oder Wh?

Wh ist für Vergleiche meist besser, weil darin Spannung und Kapazität kombiniert sind. mAh allein kann täuschen: 10.000 mAh bei 3,7 V entsprechen 37 Wh, bei anderer Spannung aber einem anderen Energieinhalt.

Kann ich ein stärkeres Netzteil verwenden?

In der Regel ja, wenn Netzteil, Kabel und Gerät denselben sicheren Ladestandard unterstützen. Das Gerät nimmt normalerweise nur die Leistung auf, die es verarbeiten kann. Trotzdem solltest du Herstellerangaben und passende Kabel beachten.

Warum weicht die echte Ladezeit ab?

Die reale Ladezeit hängt von Ladeprofil, Temperatur, Akkualter, Kabel, Schnellladeprotokoll, paralleler Nutzung und Geräteschutz ab. Der Rechner verwendet eine mittlere Ladeleistung und einen Ladeverlust, damit du eine realistische Orientierung bekommst.

Wie rechne ich mAh in Wh um?

Du multiplizierst mAh mit der Spannung und teilst durch 1000. Beispiel: 10.000 mAh x 3,7 V / 1000 = 37 Wh. Ohne Spannung lässt sich mAh nicht sauber in Energie umrechnen.

Quellen, Grundlagen und Hinweise

Praxisrichtwerte

  • Ladeverluste
    In der Praxis entstehen häufig 10 bis 20% Verlust durch Wärme, Netzteil, Kabel und Ladeelektronik.
  • 20-80%-Bereich
    Lithium-Ionen-Akkus laden im mittleren Bereich meist schneller als im oberen Ladezustand.

Fachliche Orientierung

  • IEC 61960
    Normenreihe zu sekundären Lithium-Zellen und Batterien sowie Begriffen und Kenngrößen.
  • USB-IF USB Power Delivery
    Technische Orientierung zu USB-C-Ladeleistung und Aushandlung.
  • Battery University
    Praxisinformationen zu Ladeverhalten, Akkupflege und Alterung.

Grenzen

  • Keine Ladeprofil-Simulation
    Der Rechner arbeitet mit durchschnittlicher Ladeleistung und bildet keine vollständige CC/CV-Kurve ab.
  • Geräte verhandeln Leistung
    Kabel, Temperatur, Akkualter, Firmware und Schnellladeprotokolle können die reale Ladeleistung stark verändern.